{"id":196,"date":"2013-12-26T12:15:14","date_gmt":"2013-12-26T11:15:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.bzvi.de\/?p=196"},"modified":"2018-05-26T13:41:28","modified_gmt":"2018-05-26T12:41:28","slug":"das-maechtige-instrument-der-kontenpruefung-oder-die-kraniche-des-ibykus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.bzvi.de\/?p=196","title":{"rendered":"Das m\u00e4chtige Instrument der Kontenpr\u00fcfung oder &#8222;Die Kraniche des Ibykus&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Vor 10 Jahren noch wagte es keiner auszusprechen, heute pfeifen es die Spatzen von den D\u00e4chern, sind die Medien voll davon und selbst die (mittlerweile eingestampfte) &#8222;Financial Times Deutschland&#8220; r\u00e4umte im Herbst 2012 dem Thema viel Platz auf der Titelseite ein (FT vom 25.09.2012: &#8222;Banken unter Abzockverdacht&#8220;):<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Banken haben sich seit vielen Jahren eine Erwerbsquelle geschaffen, jenseits jeder Legalit\u00e4t, mit der sie ihre Kunden gekonnt aussaugen. \u00dcber unzul\u00e4ssig vorgenommene Wertstellungen generieren sie zus\u00e4tzliche Zinsen zu Lasten der Kunden, die gesetzlich vorgeschriebenen Zinsnachf\u00fchrungen bei variabel verzinsten Krediten, die sich am Leitzins orientieren m\u00fcssen, werden stillschweigend in vollem Umfang nur bei steigenden Zinsen ber\u00fccksichtigt, bei fallenden jedoch gar nicht oder nur minimal weitergegeben. Die ungesetzliche Haupteinnahmequelle findet man aber in der Buchungspraxis der Banken bei Kontokorrentkonten, wo noch viel mehr get\u00fcrkt werden kann als sonst, wenn man beispielsweise Zinsr\u00fcckstellungen aus anderen Darlehen ins Kontokorrent stellt, dort kapitalisiert und somit die immer flie\u00dfende Geldquelle des verbotenen Zinseszinseffekts aufbohrt. Aber nicht nur in der Vergangenheit ist so etwas zu beobachten, auch heute noch werden immer wieder neue Manipulationsinstrumente entdeckt, mit deren Hilfe die Banken Geld abgreifen, das ihnen nicht geh\u00f6rt. Diese ungerechtfertigte Bereicherung seitens der Banken ist bei regelm\u00e4\u00dfigem Vorkommen als vors\u00e4tzlich einzustufen (Vereinzelt auftretende Fehler w\u00fcrden noch als &#8222;Versehen&#8220; durchgehen) und ist damit dann auch strafrechtlich relevant.<\/p>\n<p>Unter dem vermeintlichen Schutz der AGBs wird das betrieben, die Saldenabrechnungen selbst sind dabei so intransparent und daraus praktisch nichts detailliert auf dem Wege der R\u00fcckrechnung nachvollziehbar, was da steht, am wenigsten f\u00fcr die Kunden selbst, aber auch Finanzmathematiker und die B\u00e4nker selbst k\u00f6nnen das nicht. Und dann gilt die Abrechnung durch die vertrauensvollen Kunden als konkludent angenommen und entfaltet ihre b\u00f6sartige wenn auch eigentlich nur vermeintliche Rechtskraft.<\/p>\n<p>Hinzu kommt der psychologische Effekt, der zum einen darin besteht, dass die Kreditkunden, die noch nicht dadurch pleite sind, keinesfalls die Bank angreifen w\u00fcrden, aus Angst, dann wegen &#8222;Zerr\u00fcttung des Vertrauensverh\u00e4ltnisses&#8220; eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung im Briefkasten vorzufinden. Zum anderen sind da diejenigen Kunden, die bereits Opfer dieses Systems geworden sind, jeglicher Liquidit\u00e4t beraubt, ins Insolvenzverfahren getrieben, gel\u00e4hmt, zwangsversteigert (und ggf. sogar beerdigt). Die haben keine Kriegskasse mehr, mit der sie anwaltlich gegen die meist viel zu sp\u00e4t wahrgenommenen Abrechnungsmanipulationen ihrer Kreditbank vorgehen k\u00f6nnten, keine Kraft mehr, f\u00fcr ihr Lebenswerk zu k\u00e4mpfen und letztlich schlicht untergehen.<\/p>\n<p>Aus dieser letzten Gruppe gibt es aber heute immer mehr Menschen, die sich gegen das erlittene Unrecht auflehnen, sich auch zusammenschlie\u00dfen, immer mehr unterst\u00fctzt von der \u00d6ffentlichkeit, den Medien, Finanzexperten, Professoren aus der Branche und von Menschen, denen es wichtig ist, diesem gro\u00df und fl\u00e4chendeckend angelegten Betrug endlich ein Ende zu setzen. An der entsprechenden Unterst\u00fctzung durch die Gerichte aber mangelt es noch meistens. Dabei wollen wir nicht etwa den jeweils nach dem Zuf\u00e4lligkeitsprinzip damit betrauten Richtern keinesfalls Parteilichkeit unterstellen, sondern sie sind eher meist einfach mit der Thematik ebenso \u00fcberfordert wie es die Kl\u00e4ger selbst lange Zeit waren.<\/p>\n<p>Den Gerichten ist insoweit zun\u00e4chst nichts vorzuwerfen, weil ihnen meist nichts anderes \u00fcbrig bleibt, sich dem gleichen Kinderglauben anzuschlie\u00dfen wie all die Kunden, seien es Privatleute oder auch Kaufleute aus dem Mittelstand, der doch das R\u00fcckgrat unserer Volkswirtschaft bildet, auch wenn alle Welt meist blo\u00df auf die gro\u00dfen Konzerne starrt. Auch ein Richter ist nat\u00fcrlich nicht in der Lage, anhand der Rechnungslegung der Banken auch nur irgendetwas im Detail selbst nachzupr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Dass diese Praxis der von den Banken illegal generierten Zusatzgewinne nicht etwa Einzelf\u00e4lle darstellen, l\u00e4sst sich beispielsweise aus einer vor einiger Zeit gemachten Aussage eines gerichtlich bestellten Kreditsachverst\u00e4ndigen ableiten, der berichtete, dass er in den mittlerweile vielen Jahren seiner Pr\u00fcft\u00e4tigkeit in hunderten von F\u00e4llen lediglich eine einzige Bank erlebt hat, die korrekt abgerechnet hat.<\/p>\n<p>Welche M\u00f6glichkeiten gibt es also, um einer Bank das \u00fcble Treiben minuti\u00f6s nachzuweisen und den daraus entstehenden Schaden gerichtsfest genau zu beziffern? Das geht nur, wenn man alles, was jemals gebucht worden ist, von vorneherein neu erfasst und dann einmal rechnet, wie es die Bank gemacht hat und das dann einer ebenso kompletten Neubuchung auf Grundlage der zul\u00e4ssigen und gesetzlich festgeschriebenen Vorgehensweise gegen\u00fcberstellt.<\/p>\n<p>Das hierf\u00fcr ben\u00f6tigte Ausgangsmaterial ist zweierlei Natur: Zum einen sind es die Vertr\u00e4ge zwischen Bank und ihrem Kunden, die Kontoausz\u00fcge, Saldenabrechnungen und schriftlichen Mitteilungen und Nachtragsvereinbarungen, die damit auch als einzige und unstreitige Beweismittel im individuellen Fall f\u00fcr das Gericht zur Verf\u00fcgung stehen. Zum anderen haben wir die Gesetze, eine Vielzahl von obergerichtlichen Grundsatz-Entscheidungen, Rechtsgutachten von Universit\u00e4ten und andere \u00f6ffentlich verf\u00fcgbare Rahmenbedingungen wie z.B. die Zinsreihen der Deutschen Bundesbank oder auch EZB, welche als Grundlage daf\u00fcr dienen, dass bei der kompletten Neubuchung aller Konten auf korrekter Basis dann die Differenzen zur Buchungspraxis der Banken minuti\u00f6s und pr\u00e4zise gegen\u00fcbergestellt werden k\u00f6nnen. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden werden die dann ermittelten Ergebnisse nochmal intern mit Hilfe von bank\u00fcblicher Software (z.B. ALF-EFZ) \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Nur auf diesem Wege l\u00e4sst sich fehlerfrei nachweisen, ob und in welcher H\u00f6he Schaden entstanden ist. Und deshalb ist die auf verkn\u00fcpften Excel-Tabellen basierte bebo-Software entstanden, die wir auf Empfehlung unserer Freunde von &#8222;LIQUIKON.de Hilfe f\u00fcr Banken- und Sparkassengesch\u00e4digte e.V.&#8220; (staatlich anerkannter gemeinn\u00fctziger Verbraucherschutz &#8211; Verein) verwenden, um die von der Bank verursachten Sch\u00e4den nachzuweisen. Das Besondere an diesem Programm ist auch seine Flexibilit\u00e4t, mit der, sobald erst alle Buchungen der Kontoauszugs-Originale abgeschlossen sind, viele Bezugsparameter bei Bedarf auch auf Wunsch der Gerichte angepasst werden k\u00f6nnen und alles innerhalb von Sekunden neu gerechnet ist.<\/p>\n<p>Wenn Sie nun in dieser Angelegenheit f\u00fcr Ihren eigenen Fall n\u00e4her beraten werden wollen, geht es hier <a href=\"https:\/\/www.bzvi.de\/dienstleistung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weiter.<\/a><\/p>\n<p>Was hat es mit den &#8222;Kranichen des Ibykus&#8220; nun auf sich? Nicht jeder von uns hat dieses Gedicht von Friedrich Schiller in der Schule kennen gelernt. Dort geht es darum, wie ein &#8222;T\u00e4ter&#8220; durch besondere Umst\u00e4nde denn doch entlarvt werden konnte, so wie wir das analog anhand einer Kontenpr\u00fcfung durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Wer sich daf\u00fcr interessiert, kann dies <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Kraniche_des_Ibykus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> nachlesen.<\/p>\n<p><em>Ihr\/Euer Admin<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 10 Jahren noch wagte es keiner auszusprechen, heute pfeifen es die Spatzen von den D\u00e4chern, sind die Medien voll davon und selbst die (mittlerweile eingestampfte) &#8222;Financial Times Deutschland&#8220; r\u00e4umte im Herbst 2012 dem Thema viel Platz auf der Titelseite &hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/blog.bzvi.de\/?p=196\">weiterlesen<\/a><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-196","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=196"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":297,"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/196\/revisions\/297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.bzvi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}